Olympiastadion Berlin
Das Berliner Olympiastadion zählt zu den bekanntesten historischen
Sportanlagen Europas. 1936 für die XI. Olympischen Spiele erbaut steht
es mit seinem Umfeld, dem Olympiapark, als Gesamtkunstwerk seit 1966
unter Denkmalschutz.
Beim Umbau des Stadions galt es nun, die gegensätzlichen Erfordernisse
von denkmalgerechter Modernisierung und den heutigen Anforderungen
an ein modernes multifunktionales Stadion in Einklang zu bringen. Eine
nicht alltägliche Bauaufgabe, die die Architekten von Gerkan, Marg
und Partner erfolgreich lösten. Indem die Architekten sensibel auf den
Ort und seine Geschichte eingingen, entwickelten sie neue, an die
jeweilige Situation angepaßte Ideen und Konzepte. So befinden sich alle
notwendigen Neubauten unterirdisch außerhalb des Stadions.
Den wesentlichsten Eingriff markiert das neue Dach.
Für die Synthese von Architektur und Lichtgestaltung vergab das
Deutsche Architektur Museum zusammen mit der Messe Frankfurt den
Licht-Architektur Preis zu gleichen Teilen an die Architekten von Gerkan,
Marg und Partner, an Conceptlicht für die Lichtplanung und an Edgar
Schlaefle für die Ausführungsplanung.
Um die Kriterien der Lichtplanung zu erfüllen, mußten für die Beleuchtung
der Außenansicht Leuchten entwickelt werden, die es so bisher noch
nicht gab. Eine willkommene Aufgabe für uns und zugleich ein weiterer
wichtiger Schritt bei der Findung neuer, innovativer Produkte.
| Architekten: |
von Gerkan, Marg und Partner |
| Generalplanung: |
Arcadis, Köln |
| Bauausführung: |
Walter Bau AG, Borken |
| Lichtplanung: |
Conceptlicht Angerer, Traunreut |
| Ausführungsplanung Licht: |
Edgar Schlaefle, Berlin |
| Foto: |
Marcus Bredt, architekturphoto |
Informationsschrift 2-2006