
Olympiastadion Berlin
Seine monumentale Wirkung erzielt das Stadion durch die massive
Pfeilerstellung, die durch ein kräftiges Kranzgesims abgeschlossen wird.
Das Schattenspiel der Pfeiler auf den hellen Muschelkalkflächen verleiht
dem Bau Plastizität und Tiefe. Diese Wirkung auch bei Dunkelheit zu
erhalten, stellte für die Lichtplaner eine besondere Herausforderung dar.
Die Wände des unteren und des oberen Umganges sind unterschiedlich
hoch. Beide Wände werden im Zusammenhang gesehen. Sie bestimmen
entscheidend das nächtlichen Bild des Stadions und müssen folglich
horizontal und vertikal über die gesamte Fläche von der Deckenunterkante
bis zum Bodenübergang dieselbe Lichtwirkung aufweisen. Vorgesehen
sind Deckenstrahler, die verdeckt in den Pfeilerachsen angeordnen sind.
Die Lichtstärkeverteilung muß gewährleisten, daß die Strahlung der
Fluter exakt mit dem Deckenübergang zur Wand einsetzt und auf dem
Boden am Fuß des Säulenkranzes abreißt. Sie darf sich nicht mit dem
Strahlengang der Uplights auf den Säulen überlagern.
Dies war mit katalogisierten Leuchten so nicht möglich.
BEGA stellte sich dieser Aufgabe, und fand Lösungen, die allen
Anforderungen der Lichtplanung gerecht wurden.
Die Beleuchtung des oberen Umganges konnte mit modifizierten
Leuchten aus der Reihe Deckenleuchten-Tiefstrahler realisiert werden. Die
Beleuchtung des unteren Umganges war nur mit einer neuen Konstruktion
möglich. Details hierüber finden Sie auf der Seite »Unterer Umgang«.