
Neue Hungerburgbahn, Innsbruck
Die größte und architektonisch spannendste aller vier Haltepunkte ist die Bergstation »Hungerburg«. Markant schiebt sich eine als Aussichtsplattform dienende Betonstruktur aus dem Berg und ragt mutig über den Abgrund. Besonders beeindruckend ist die freie Form der Dachkonstruktion. Sie erinnert an zwei weit geöffnete Vogelschwingen, die zum Flug über den Wolken ansetzen.
Die gesamte Dachkonstruktion der Stationen wird durch Bodeneinbauscheinwerfer beleuchtet. Das von den Glasflächen reflektierte Licht erzeugt die erforderliche Grundbeleuchtung. Die Einbausituationen der Leuchten in der darunterliegenden Verkehrsfläche sind sehr unterschiedlich. So mußten Beleuchtungsaufgaben von ebenen und geneigten Bodenflächen oder von Treppen aus gelöst werden. Neben der Einstellbarkeit der Lichtaustrittswinkel waren die Einbautiefen der Leuchten und die Rutschfestigkeit der Leuchtengläser für die Lösung der Aufgabe von Bedeutung. Das BEGA-Bodeneinbauleuchten-Programm ermöglichte die technische Umsetzung dieser Anforderungen.
Das von den Glasflächen der Dachkonstruktion reflektierte Licht schafft eine sehr gleichmäßige Grundbeleuchtung. Die sicherheitsrelevante Beleuchtungsstärke für den öffentlichen Raum wird durch Kombination mit Direktlichtkomponenten erreicht. Abgeblendete Einbauscheinwerfer, bodennah in die Wände eingesetzt, sorgen für die Beleuchtung der Verkehrsflächen. Die asymmetrische Lichtstärkeverteilung der Scheinwerfer eignet sich besonders für die räumlich tiefe Ausleuchtung dieser Flächen. Hoher Wirkungsgrad und Blendfreiheit zeichnen diese Leuchten aus. Gleichzeitig stellen sie Orientierungspunkte dar und strukturieren den Raum. Einbauscheinwerfer in fünf Größen mit unterschiedlichen Lichtleistungen ermöglichen eine perfekte Abstimmung auf die jeweilige Architekturdimension und Einbausituation.
Bereits während der Planung wurde die Lichtwirkung der Bahnstationen berücksichtigt. Sämtliche Boden- und Wandeinbauleuchten sind direkt in die Betonkörper eingelassen und so integraler Bestandteil der Architektur. Damit beziehen sich die vier Stationen nicht nur formal aufeinander, sondern auch in ihrer Lichtgestaltung. Die Inszenierung der Überdachungen zu Lichtkörpern mit Fernwirkung läßt diese trotz ihrer Entfernung zu einer Einheit verschmelzen.