ObjektLichtkonzept
Langen Foundation

Langen Foundation

Im September 2004 wurde die Langen Foundation im niederrheinischen Hombroich eröffnet. Seit dem hier 1993 der Nato Luftwaffenstützpunkt aufgegeben wurde, gelang es innerhalb weniger Jahre das Konzept der Museumsinsel Hombroich umzusetzen.
Unter dem Motto "Kunst parallel zur Natur" wurden Arsenale zu Ateliers, Bunker zu Biotopen und Erdwälle zu raumgliedernden Objekten. Die Geschichte des Ortes sollte bewußt erhalten und in eine kulturelle Nutzung überführt werden. Durch die Langen Foundation wurden die bis dahin eher kleinteiligen Bauten durch einen architektonischen Höhepunkt bereichert.
Für die Sammlung von Viktor und Marianne Langen - ca. 500 Werke japanischer Kunst und 300 Werke der Moderne - entwarf Tadao Ando einen Ort, der durch seine puristische und sensible Architektursprache berührt. Eingebettet in die hügelige Landschaft der ehemaligen Raketenstation lebt die Architektur durch die Gegenüberstellung einfacher geometrischer Formen und den natürlichen Einflüssen der Umgebung. Lichtschlitze, Ausblicke und Einblicke inszenieren den Raum und verbinden ihn mit dem Außenraum. Das einfallende Licht belebt die massiven Betonwände und verändert je nach Witterung und Sonnenstand das Erscheinungsbild. Erst durch das harmonische Zusammenspiel mit dem Licht bekommt die Architektur ihre poetische Kraft.

Bauherr Marianne Langen
Architekt Tadao Ando, Osaka
Architekt vor Ort Takenaka Europe, Düsseldorf
Landschaftsplanung Architekturbüro Landschaft & Garten, Solingen.
Fotos Udo Kowalski + Thomas Riehl/eartur


Informationsschrift 2-2005