Museum der Moderne, Salzburg
Die weltberühmte Stadtsilhouette Salzburgs ist seit neuestem um eine Ansicht bereichert worden. Auf dem Mönchsberg über der barocken Altstadt zieht nunmehr ein markantes Gebäude aus hellem Naturstein und Glas die Blicke auf sich. Hier vollzog sich nach einer turbulenten Wettbewerbsphase die seit langem gewünschte Nutzungsänderung: im Schatten des historischen Wasserturms verschwand das Ausflugsziel Cafe/Casino Winkler und machte damit dem kommenden Besuchermagneten »Museum der Moderne« platz.
Wie ein Riegel, mehr ein überdimensionaler Rahmen für eine 25 Meter lange Glasfassade, thront der Museumskubus an dieser exponierten Stelle. Den Mönchsberg betritt man auf dem Niveau des Stadtkerns, drei Aufzüge bringen den Besucher auf das 60 Meter höher gelegene Plateau. Vor dem Museum gilt der Blick nun nicht mehr allein der barocken Stadt und der gegenüberliegenden Feste Hohensalzburg, sondern auch der vor Ort ausgestellten Kunst.
Bei Nacht jedoch zieht wohl eher der Museumsbau die Blicke auf sich: dann erhebt sich vor dem dunklen Hintergrund ein schneeweißer Monolith, der unter den Wahrzeichen Salzburgs seinen Platz einfordert.
| Bauherr |
Verein Museum der Moderne, Salzburg |
| Architekt |
Friedrich Hoff Zwink, München |
| Lichtplanung |
Kress & Adams, Köln |
| Landschaftsplanung |
Gesswein Henkel + Partner, Ostfildern |
| Fotos |
beleuchtete Ansicht: artur/Gerhard Hagen |
Informationsschrift 1-2006