Bahnhof Südkreuz, Berlin

Bahnhof Südkreuz, Berlin

Hell und von allen Seiten lichtdurchflutet - diese Atmosphäre begleitet den Reisenden im Bahnhof Südkreuz. Trotz hoher Auflagen durch die Deutsche Bahn gelang es dem Berliner Lichtplaner Edgar Schlaefle, mit einem schlüssigen und durchgängigen Lichtkonzept diese offene und fließende Raumstruktur auch in die Abend- und Nachtstunden zu übertragen. Als Grundlage für die Lichtplanung diente ein Planungshandbuch der Deutschen Bahn, das die technischen Voraussetzungen für die Beleuchtungskörper festlegt. Die Lichtgestaltung im Bahnhof Südkreuz ermöglicht Orientierung, bietet Sicherheit, Schutz und Komfort. Die unverwechselbare Lichtatmosphäre betont Weite und Tiefe und verleiht dem Raum eine eigene Identität, die auf die Bedürfnisse der Reisenden eingeht. Um eine lebendige und helle Atmosphäre in den bis zu 14 Meter hohen Eingangshallen und der 12,50 Meter hohen Bahnsteighalle zu erzeugen, war der Einsatz von tiefstrahlenden Reflektorleuchten erforderlich. Die zylindrischen Deckenaufbau-Tiefstrahler von BEGA erfüllen die technischen Anforderungen, greifen die Charakteristik der Konstruktionsmaterialien Stahl und Glas auf und fügen sich formal in die Raumstruktur und das Materialkonzept ein. Die große Auswahl an Abmessungen, Lichtleistungen und Lichtstärkeverteilungen ermöglicht eine differenzierte Lichtplanung. Durch unterschiedlich helle Zonen unterstreicht diese differenzierte Beleuchtung die räumliche und konstruktive Spannung und erzeugt Dramatik im Raum. In den beiden hohen, stirnseitig gegenüber-liegenden Eingangshallen, die den Zugang zum Bahnhof jeweils von Westen oder von Osten ermöglichen, sorgen Tiefstrahler mit einer engstrahlenden Optik und 70 Watt Halogen-Metalldampflampen für eine optimale Ausleuchtung dieser Hallen. In der Mittelzone der Bahnsteighalle befinden sich die besonders sensiblen Bereiche wie Treppen und Rolltreppen. Auch hier entschied sich der Lichtplaner für Tiefstrahler mit Halogen- Metalldampflampen 70 Watt. Jeweils vier an den Kreuzungspunkten des Deckenrasters positionierte Leuchten mit breitstrahlender Optik erzeugen ein absolut gleichmäßiges Licht. Durch das Überschneiden der Lichtkegel werden unterschiedliche Helligkeiten ausgeschlossen. Die Anordnung der Leuchten ist ebenfalls am Deckenraster ausgerichtet, allerdings ist entlang des Bahnsteiges nur jeweils ein Leuchtenpaar montiert. Welch großen Wert der Lichtplaner auf eine reduzierte Gestaltung legt, zeigt sich bis ins Detail: Die Unterkanten der zylindrischen Leuchten schließen bündig mit dem Unterzugraster ab. Außerdem wurden in die Deckenaufbau-Tiefstrahler zusätzlich Fassungen für Sicherheits- und Ersatzbeleuchtung integriert. So war es möglich, ausschließlich einen Leuchtentyp zu verwenden und die Kassettenstruktur der Stahlbetondecke weitestgehend unberührt zu lassen.