Konzerthaus Teneriffa - Architektur und Poesie
Mit dem Neubau des Konzerthauses hat Teneriffa ein Wahrzeichen bekommen, daß die Bedeutung eines der besten spanischen Sinfonieorchesters eindrucksvoll dokumentiert. Das neue Konzerthaus lenkt vor allem die Aufmerksamkeit auf die Stadt Santa Cruz, die trotz ihrer Größe kaum im Blickfeld der Touristen lag.
Entworfen wurde das Konzerthaus von Santiago Calatrava, der zu den populärsten Architekten der Gegenwart zählt. Seine unverwechselbare Formensprache, die gern als "biogenische Gotik" bezeichnet wird, befin- det sich im Spannungsfeld zwischen Biologie und Technik.
Für den Architekten Calatrava ist Beton nicht einfach nur ein nüchterner Baustoff, sondern flüssiger Stein, den er bis an die Grenzen des statisch Machbaren formt. So ist auch das auffälligste Element des Opernhauses ein freistehender Flügel aus Beton, der je nach Jahreszeit und Perspek- tive ein Segelschiff, eine Meereswelle oder eine Mondsichel assoziiert. Das eigentliche Herzstück der Anlage, die große Konzerthalle mit über 1600 Sitzplätzen, erreicht man über zwei verglaste Foyers, die ebenso von mächtigen Betonbögen überspannt werden
Trotz der riesigen Menge an Stahlbeton erscheint das Gebäude leicht und filigran. Ein tollkühnes Wechselspiel von Innen und Außen - Enthüllen und Verbergen.
| Architekt: |
Santiago Calatrava |
| Bauausführung: |
UTE, NECSO, S.A. |
| Elektroinstallation: |
CYMI, S.A. |
| Beleuchtung: |
Lledó Iluminación S.A. |
| Foto: |
arcaid/architekturfoto artur |
Informationsschrift 1-2005